Ausblick

Nach dem positiven Umsatz- und Ergebnisverlauf des ersten Quartals, der sich im Rahmen der Erwartungen entwickelte, mussten im zweiten Quartal rückläufige Umsätze verzeichnet werden. Diese haben sich entsprechend auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt. Die traditionell schwachen Sommermonate Juli und August 2008 liegen ebenfalls unterhalb der Erwartungen. Aufgrund der neuen Produkte und den gestarteten Initiativen erwarten wir im Herbst zwar einen besseren Umsatzverlauf als im Vorjahr, für das Gesamtjahr jedoch kein Wachstum mehr. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeiten in der grafischen Industrie (der Auftragsbestand liegt branchenüblich niedriger als einen Monat) ist die Umsatzprognose zum Jahresende weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Neben der Umsatzentwicklung sind die stark gestiegenen Rohstoffkosten zu berücksichtigen. Mit kurzen Vorlaufzeiten steigen die Rohstoffpreise in nahezu allen Bereichen.

Neschen wird in der Lage sein, diese Preiserhöhungen im Bereich der Spezialprodukte an die Kunden weiterzugeben. Im Bereich von Volumenprodukten ist dies aufgrund des intensiven Wettbewerbsumfeldes nur in eingeschränktem Maße möglich. Aus den vorgenannten Gründen erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis im Rahmen des Vorjahres (ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Effekte aus dem Bankenverzicht).

An den mittelfristigen Wachstums- und Ergebnisprognosen halten wir fest. Aufgrund der Fixkostensituation und der Geschäftsstruktur wirkt sich bereits ein moderates Wachstum sehr schnell im positiven Maße auf das Ergebnis aus. Dies hat bereits das erste Quartal gezeigt. Die Wachstumschancen ergeben sich aus dem jüngst gewonnen OEM-Liefervertrag, der Realisierung der Projekte im grafischen Bereich (neue Inkjet-Medien, neue Marktsegmente wie beispielsweise Interior-Design), dem Ausbau der Aktivitäten Documents durch Erweiterung der Export-Aktivitäten, dem Ausbau Einzelblattentsäuerung und der Buchentsäuerungsanlage. Im Bereich Technical Coatings stehen mehre Projekte vor der technischen Realisierung und Markteinführung.

Mit der Realisierung eines profitablen Wachstums in den nächsten Quartalen ist dann die Refinanzierung der Unternehmensgruppe mit entsprechender Entlastung der Zinsaufwendungen möglich und vorgesehen.